Konventionelle Prothese

Konventionelle Schulterprothese

Die konventionelle Schulterprothese, auch Schultertotalendoprothese genannt, bezeichnet den vollständigen, künstlichen Ersatz der Schultergelenke.

Die konventionelle Schulterprothese ersetzt sowohl die geschädigten Gelenkflächen des Oberarmkopfes als auch die der Schulterpfanne.

Sie setzt sich deshalb aus der Oberarmkopfprothese, dem Prothesenschaft und der künstlichen Schulterpfanne zusammen.

Die Implantation einer konventionellen Schulterprothese

Die Implantation einer konventionellen Schulterprothese setzt voraus, dass die Rotatorenmanschette (die Muskulatur und die Sehnen, die das Schultergelenk umgeben) funktionstüchtig ist. Weiterhin dürfen die Knochen nicht krankhaft durch Osteoporose oder Osteonekrose verändert sein. Auch Infektionen dürfen nicht vorliegen, da sich die Erreger auf der Prothese vermehren können.

Die konventionelle Schulterprothese kann insbesondere bei folgenden Erkrankungen implantiert werden kann:

– Arthrose der Schulter,

– rheumatische Erkrankung der Schulter,

– Arthritis der Schulter,

– nekrotische Veränderungen,

– unfallbedingter Verschleiß der Schulter,

– Schulterluxation.

Nach der erforderlichen Rehabilitation nach der Operation kann die konventionelle  Schulterprothese die Funktion der Schulter für den normalen Alltag bei erheblicher Schmerzverringerung wiederherstellen.

Die konventionelle Schulterprothese – Material, Haltbarkeit und Verankerung

Aufgrund der Entwicklung in der Medizintechnik in den letzten 20 Jahren haben sich die verschiedenen Prothesentypen mit den Prothesen der 4. und 5. Generation für das Schultergelenk, das verwendete Material und die Möglichkeiten der Verankerung der Prothesen enorm weiterentwickelt.

Als Material für die konventionelle Schulterprothese wird zumeist Titan, Keramik oder Metalllegierungen verwendet, welche besonders verträglich für den menschlichen Körper sind und sich durch eine hohe Haltbarkeit auszeichnen. Für die Gelenkpfannenkomponente wird in der Regel Material aus Kunststoff verwendet.

Man kann heute von einer Haltbarkeit der konventionelle Schulterprothese von ca. 10 bis 20 Jahren ausgehen.

Im Fall der Lockerung der konventionelle Schulterprothese besteht die Möglichkeit, dass die Prothese, oder Teile davon, durch eine Wechseloperation ausgetauscht werden.

Zur Verankerung der konventionellen Schulterprothese stehen mehrere Varianten zur Verfügung:

Hauptsächlich wird entweder ein Zwei-Komponenten Spezialkleber (Knochenzement) auf den vorbehandelten Knochen aufgeklebt, oder das Implantat wird zementfrei in dem Knochen befestigt (Press-Fit-Technik).

Aber auch eine Verschraubung der Implantate ist möglich oder eine Kombination aus den verschiedenen Verankerungsmöglichkeiten.

Welche Verankerung im individuellem Krankheitsfall ausgewählt wird, ist insbesondere von der Knochenqualität, dem Schädigungsgrad der Schultergelenke und der Rotatorenmanschette, sowie dem Alter des Patienten abhängig.