Schulter-Arthrose / Endoprothese

Die Schulterprothese

Der Verschleiß des Schultergelenks hervorgerufen durch eine Arthrose im Schultergelenk, auch Omarthrose genannt, ist wohl der häufigste Grund, warum die Implantation einer Schulterprothese angezeigt ist. Seltener können allerdings auch Unfallverletzung, wie zum Beispiel Oberarmkopffrakturen, Auslöser für die derartige Zerstörung des Schultergelenkes sein, so dass der Einsatz einer Schulterprothese das Mittel der Wahl ist.

Verschiedene Schulterprothesen Typen

Mit langjähriger Erfahrung bei der Implantation von verschiedenen Schulterprothesen Typen kann ich Ihnen mittlerweile ein breites Spektrum an möglichen Versorgungen für ihr Schultergelenk bieten. Dabei spreche ich meine Empfehlung nach einer eingehenden Untersuchung meines Patienten aus. Die Entscheidung für einen Schulterprothesen Typ ist sowohl vom Krankheitsbild als auch von den individuellen Lebensumständen abhängig.

Folgende Schulterprothesen Typen werden durch mich im OZN des Städtischen Klinikums regelmäßig implantiert:

  • Hemiprothese / Oberarmkopfprothese
  • Schultertotalendoprothese
  • Inverse Schulterprothese

Die Schulter-Hemiprothese / Oberarmkopfprothese

Je nach Krankheitsbild kann für Sie eine Schulter-Hemiprothese in Frage kommen. Eine Schulter-Hemiprothese, auch Oberarmkopfprothese genannt, ist ein Teilersatz des Schultergelenkes bei dem die Schulterpfanne erhalten bleibt und nur die abgenutzte, verschlissene Gelenkoberfläche des Oberarmkopfes durch eine Schulter-Hemiprothese ersetzt wird. Unterscheiden kann man hier noch einmal zwischen einer Schaftprothese und eines Oberflächenersatzes.

Hemiprothese / Schaftprothese Schulter

Implantation eines Schaftes und eines Kopfes in den Oberarmknochen

Hemiprothese / Oberflächenersatz Schulter

Nur die Schultergelenkoberfläche wird ersetzt, dabei kann knochensparend gearbeitet werden. Der Oberflächenersatz in der Schulterprothetik wird auch als Kappenprothese bezeichnet.

Die Schultertotalendoprothese

Möchte man das Schultergelenk vollständig ersetzen, führt die erste Überlegung zu einer Schultertotalendoprothese. Diese ersetzt sowohl den Oberarmkopf (Humeruskopf) als auch die Schulterpfanne (Glenoid). Zum Einsatz kommt die Schultertotalendoprothese wenn sowohl an Humeruskopf als auch am Glenoid starke Knorpelschäden und in Folge dessen eine starke Deformierung vorhanden ist.

Ob allerdings tatsächlich ein Ersatz der Schultergelenkpfanne möglich ist, hängt wiederum vom individuellen Krankheitsbild des Patienten ab. Gerade bei hohen Knochensubstanzverlusten des Glenoids ist ein Ersatz dieses nicht mehr möglich.

Ähnlich der Hemiprothese, kann bei der Schultertotalendoprothese sowohl eine Schaftprothese zum Einsatz kommen, als auch eine Kappenprothese bzw. ein Oberflächenersatz.

Die Inverse (Reverse) Schulterprothese

Eine inverse Schulterprothese kommt zum Einsatz, wenn nicht nur starke Knorpelschäden am gesamten Schultergelenk vorliegen, sondern auch die Muskeln der Rotatorenmanschette stark geschädigt sind. Diese Muskeln haben im Schultergelenk vorrangig die Aufgabe das Gelenk zu stabilisieren und zu führen – das ist auch beim Einsatz von einer Hemi- oder Schultertotalprothese notwendig. Die inverse Schulterprothese hat sich seit nunmehr vielen Jahren als gelenkstabiliserende Schulterprothese bewährt.

Als inverse – umgekehrte – Schulterprothese wird sie bezeichnet, da die Gleitpaarung (Humeruskopf / Glenoid) gegenüber dem natürlichen Gelenk vertauscht wird. Das bedeutet, auf den Oberamkopf wird eine pfannenähnliches, also konkaves Implantat implantiert und auf Seite der natürlichen Gelenkpfanne eine sich dem Oberarmkopf ähnelnde Metallkugel eingesetzt. Durch diese Umkehrung der Gleitpaarung kann für das Schultergelenk sehr gute Stabilität erreicht und eine Stimulierung der noch vorhandenen Muskulatur stattfinden, so dass die Bewegung der Schulter auch ohne eine intakte Rotatorenmanschette möglich ist.

Schultersprechstunde in Dessau-Roßlau

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